Bibel und Babel

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Bei einer jüdischen Festtafel wurde ein Rabbiner von einem Laien ganz energisch belehrt, daß die jüdischen Bräuche und die jüdische Religion eigentlich von den Juden aus Babylon übernommen wurden. Es geschah dies mit jener geringen Pietät, die sich Halbgebildete dem religiösen Empfinden und dem Rituale gegenüber gestatten. Vielleicht, daß die folgenden Zeilen solche Vorkommnisse vermeiden helfen, so wenig auch an dieser Stelle über die Bibel-Babel-Frage gesagt werden kann. Geprägt wurde diese unheilstiftende Alliteration von dem hervorragenden Assyrologen Friedrich Delitzsch, der im Jahre 1902 in Gegenwart Kaiser Wilhelms IL einen Vortrag über seine babylonischen Funde, über die Entzifferung babylonischer Keilinschriften hielt, die aus der Zeit des großen Herrschers Hamurabbi stammen. Er wollte nachweisen, daß die babylonische Religion eine hohe Entwicklung erreicht hatte, durch die sie zum Teil höher stand als die jüdische, die ihr einen grollen Teil ihrer grundlegenden Mythen und Riten verdankt. Dies alles hat damals große Erregungen in jüdischen und namentlich in christlichen Gelehrtenkreisen hervorgerufen, es erschienen viele Gegenschriften, die Delitzschs Behauptungen widerlegten, dessen erfolgreichster Opponent Hermann Gunkel war. Drei Parallelen führt Delitzsch an: die Schöfungsgeschichte und die Sintflutsage sollen von der Bibel dem babylonischen Mythos entnommen sein und auch der Sabbat wäre eine babylonische Einrichtung. Obwohl nun in der babylonischen Erzählung von der Weltschöpfung einige Ähnlichkeiten mit der biblischen vorhanden sind, ist es absolut nicht gelungen, eine geschlossene Parallele über die Schöpfungsgeschichte der Bibel in den Keilschriften zu finden. Wasser und Finsternis sind beiderseits Merkmale des Urzustandes. Tihamat, die Personifikation der Urflut bei den Babyloniern, kehrt im Worte Tehom der biblischen Schöpfung wieder. Der babylonische Weltbildner Marduk ist ein Lichtgott, auch der Gott Israel schafft zuerst das Licht. Die gegenwärtige Welt kommt beiderseits durch Spaltung der Flut zustande, die Tage der Schöpfung haben dieselbe Reihenfolge, der gesamte babylonische Mythos wurde auf sieben Tafeln geschrieben, deren letzte von keiner Arbeit berichtet, vielmehr Lobgesänge der Götter auf den Schöpfergott enthält. Das wäre so ziemlich alles, was an Ähnlichkeit nachweisbar ist. Selbst wenn das jüdische Volk Einzelheiten übernommen hätte, so ist doch ganz eigentümlich und merkwürdig, in welch vornehmer Weise dies alles verarbeitet wird. Original jüdisch ist die Erschaffung der Welt durch das Wort eines gütigen Gottes, der das gesamte All in Liebe ordnet. Bei den Babyloniern geht ein heftiger Kampf zwischen Tihamat und Gilgamesch voran, Tihamat, der Urdrache, wird gespalten, aus ihm löst sich das Weitenei, und aus diesem geht die Materie für die Schöpfung hervor. Den Flüssen des Paradieses steht ein segenspendender Kanal gegenüber, den die Götter gegraben hatten. Dem Paradiese dient als Parallele ein Garten mit Edelsteinbäumen, auch für den Baum der Erkenntnis wird ein Gegenstück genannt. Denn Adab, der erste Mensch, verliert die Unsterblichkeit, weil er ungehorsam gegen seinen Gott Ea sich weigert, Lebenstrank und Lebensspeise zu genießen. Ähnlich wird die Sintflutsage erzählt. Die Götter der Stadt Schuriak am Euphrat hatten beschlossen, die Menschen durch eine Sturmflut zu vernichten, was sie dem Utna Pischtin verkündeten mit dem Befehle, ein Schiff zu bauen, um sich, seine Familie und seine Tiere zu retten. Seine Mitbürger mußte der Götterliebling über Zweck und Ziel seiner Vorbereitungen belügen. Das Unwetter tötete alle Menschen, sie wurden wieder zu Lehm, was sie früher gewesen waren, und selbst die Götter mußten in die höchsten Stellen des Himmels flüchten. Wie in der Bibel werden Vögel ausgesandt, eine Taube, eine Schwalbe, die zurückkehren, bis endlich ein Rabe ausbleibt. Als der Mensch sein Schiff verlassen hatte, stritten die Götter, wer das Unheil angerichtet habe, und Bel zürnte, daß überhaupt ein Mensch gerettet worden sei. Auch hier finden wir einige Äußerlichkeiten dem biblischen Berichte ähnlich, aber ihr sittlicher Gehalt, ihre Harmonie und die innere Folgerichtigkeit erheben die biblischen Sätze weit über dieses erbärmliche Göttergezänke, das die Menschenschicksale bestimmen sollte. Gerade im Vergleich mit den Mythen von Babylon erweist sich die sittliche Kraft der Hebräer, die alles, was sie in sich aufnehmen, einem einzigen Gott, einem ewigen Gesetze unter ordnen, dem Willen eines starken und gerechten Herrn. Dies tritt besonders hervor beim Sabbat, dem Ruhetage in der Schöpfung, den auch die Babylonier kannten (Sabbatu). Ihnen aber war er der Tag der bösen Geister, der Tag, an dem keine Arbeit unternommen werden durfte, weil diese nicht erfolgreich sein konnte. Man halte dagegen den Gedanken des jüdischen Sabbat. Der Tag soll ein heiliger Ruhetag sein, ein Ruhetag auch für Knecht, Magd und das Vieh, ein Tag der Heiligung, der seelischen Reinheit, der Erhebung zu Gott, der Vereinigung mit dem Allerhöchsten. Dieser Sabbat hat die ganze Kulturwelt erobert. Talmud Zitate Friedrich Delitzsch war der Sohn eines Bibeforschers, der seinem Beruf mit Leidenschaft anhing. Wie Friedrich später anläßlich seines letzten Werkes „Die große Täuschung" erzählte, hat ihn die Passion seines Vaters für das Alte Testament und dessen tiefe Gläubigkeit zum Haß oder wenigstens zum Widerwillen gegen dieses Buch herangebildet. Es wird berichtet, daß nach dem aufsehenerregenden Vortrage „Bibel — Babel" Kaiser Wilhelm seine Genugtuung darüber ausgesprochen habe, daß dem Judentum mit diesem Material Abbruch geschehe. Insoferne gibt die Wissenschaft ihm Recht, daß man die einheitliche Offenbarung durch Entwicklung zu ersetzen hat, und Delitzsch zeigte einen der Wege, welchen die Entwicklung genommen hat. Falsch ist nur, daß man in der Bibel ein Plagiat zu sehen hätte, und daß man nun das unvergängliche Verdienst des Judentums schmälern und die Babylonier als die Urquelle des Alten Testamentes ansehen wollte. In seinem Werke „Die große Täuschung" hat Delitzsch die Bibel geradezu als ein Plagiat behandelt und so getan, als ob es eine Schande wäre, wenn ein Gelehrter von einem Lehrer etwas übernommen habe oder für ein Volk, wenn es von einem Nachbarn lernte. Wie vorsichtig man aber mit solchen Behauptungen sein muß, zeigen gerade neue Ausgrabungen, welche beweisen, daß Delitzschs Voraussetzungen grundfalsch waren. Neueste Untersuchungen amerikanischer Assyrologen beweisen, daß die berühmten gemeinsamen Bibel- und Babelgeschichten: die Sintflut, Urgeschichte usw. in uralter Zeit in westsemitischer Sprache und Gedankenform zu den Babyloniern kamen und dort zwar wortwörtlich, aber nicht immer sinngemäß ins Akkadische übertragen wurden. (Siehe Albert T. Clay in seinem neuesten Werke: „A hebrew deluge story in cuneiform". New Haven, Yale University press.) Für uns ist Folgendes wichtig: Sicherlich haben die Juden in der Form vieles von ihren Nachbarn angenommen, der Inhalt ihrer Lehre aber war einzigartig, die Entwicklung zu den Propheten hin von solch sittlicher Größe, daß ihre Lehre bis zum heutigen Tage für unsere Kultur richtunggebend geblieben Ist.

Die Wankspitze 2209m ist ist ein Aussichtsreicher Skiberg - ob Pulver oder Firn - empfehlenswert!

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wankspitzeMieminger Gebirge und Wettersteingebirge (eigentlich ein Teil der Mieminger, zu dem auch die Zugspitze gehört, der höchste und vermutlich auch am meisten verbaute Berg Deutschlands) haben schon eine größere Zahl an Skitouren zu bieten. Unser „Liebling" ist hier - unter anderen, denn die Auswahl ist stets schwierig - die Wankspitze. Mit dieser Vorliebe stehen wir nicht allein da. Bei vielen Tirolern steht die Wankspitze alljährlich auf dem Tourenprogramm, zumeist am Beginn der Saison. Oft herrschen hier nämlich bereits im November günstige Schneeverhältnisse. Auch bei Firn ist die Wankspitze lohnend, selbst wenn man im späten Frühjahr die Ski ein Stück zum Schnee tragen muss. Angenehm auch die Einkehr im Lehnberghaus, das vor allem von Rodlern benützt wird. Übrigens kein Anlass zur Sorge: Die Skifahrer haben ihre eigene Abfahrt und müssen die Rodelbahn nicht benützen.

AUSGANGSPUNKT: Gasthof Arzkasten, 1.151 m Taxi Jenbach

Höhenmeter:1.1OO m
Aufstiegszeit: 3,5 Std.
Beste Jahreszeit: Hochwinter
Skitechn. Schwlerigkeit: II
Lawinengefahr: erheblich
Hangrichtung Aufstieg: W, SW, SO
Hangrlchtung Abfahrt: W, SW, SO
Talort: Obsteig, 991 m Skitouren Tirol

AUFSTIEG: Ganz kurz auf dem Rodelweg, dann nach einer Brücke nach links abzweigen und in einer Waldschneise, die meist zu einer „Tourenpiste" eingefahren ist, ansteigen. Man stößt weiter oben neuerlich auf den Rodelweg, hat aber daneben seine eigene Spur. Kurz vor dem Lehnberghaus hält man sich rechts und steigt über Schneisen und durch schütteren Wald in eine Einsattelung auf. Herrlicher Abblick ins Inntal! Über den Südwestrücken geht es zunächst sanft, dann aber gehörig steil durch eine Rinne (oder links davon) aufwärts. Über den Südostrücken erreicht man schließlich das Gipfelkreuz. ABFAHRT: Die Abfahrt folgt dem Anstiegswege. Bei sicherem Firn können gute Skiläufer unmittelbar vom Gipfel über die steilen Südhänge abfahren.

Hallenbad auch Indoorpool genannt mit Edlen Fliesen verfliest von der Firma Hochschwarzer

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Das Hallenbad, neudeutsch Indoorpool, ist die richtige Wahl für Sie, wenn Sie das ganze Jahr über und unabhängig von der Witterung Ihr Schwimmbad benutzen möchten. Hierfür müssen allerdings passende Räumlichkeiten im oder am Haus vorgesehen werden. Hierfür bietet sich, wie im gezeigten Beispiel, ein ausbaubarer Wellnesskeller an oder, bei größeren Grundstücken, auch ein Hallenbad-Anbau, wie etwa ein beheizbarer Wintergarten. Zu den Kosten für das Schwimm-becken samt Technik müssen hier also auch die Errichtungskosten für die räumliche Umgebung mit einkalkuliert werden. Die Schwimm-badtechnik beim Innenpool besteht in der Regel aus einer Umwälzpumpe mit Filter und eine chemische Wasseraufbereitung. Der Pflegeaufwand beschränkt sich auf eine regelmäßige Wartung der Wasseraufbereitungstechnik. Fliesenleger Tirol

Der Libanon - Mit freundlichen Grüßen von der Hisbollah

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Bekaa TalLibanon - Mit freundlichen Grüßen von der Hisbollah „Alle aussteigen!". Die Stimme des Polizisten am Checkposten duldet keinen Widerspruch, und so quälen sich alle Passagiere unseres Sammeltaxis, mit dem ich von Baalbek nach Beirut unterwegs bin, aus dem Vehikel. Nun stehen wir da am Straßenrand, vor einer Art Zollhaus in den Bergen, an dessen Frontseite die Straße in mehrere Spuren aufgeteilt ist und warten. Um uns herum Koniferen-bewachsene Berge — das Libanon Gebirge. Währenddessen durchsuchen zwei Beamte unser Auto. Zwei weitere Bewaffnete behalten uns im Auge, während unser Fahrer ein paar lahme Witzchen reißt. Auf den übrigen Haltespuren geschieht das Gleiche. Die Polizisten sind nicht zum Scherzen aufgelegt, denn es ist heiß, und sie wissen nicht, worauf sie bei ihrer Suche stoßen werden. Zwei Dinge sind es vor allem, wonach die Ordnungshüter hier in den Bergen, am Übergang des Gouvernements Bekaa nach Beirut, fahnden: Waffen und Haschisch. Und das aus gutem Grund, denn im Bekaa-Tal hat die Hisbollah das Sagen, und die hat ihre Finger in ziemlich vielen Machtspielchen der Region. Zwar ist die Hisbollah offiziell an der Regierungsmacht des Libanon beteiligt, doch sie ist zugleich die mächtigste Interessenvertretung der Schiiten im Land und damit auf die Wahrung ihrer Position bedacht. Egal, ob im Kampf gegen Israel, den sie im Süden des Landes führt, oder gegen sunnitische Miliztruppen des Libanon, ihre Konflikte regelt die Hisbollah häufig mit Waffengewalt. Mit dem Assad-Regime und den Machthabern im fernen Teheran versteht sie sich hingegen prächtig. Für ihren Kampf um die Macht benötigt die Hisbollah Geld — viel Geld. Und das verdient sie neuerdings wieder stärker mit den Erlösen aus dem Cannabis-Handel Hanfsamen kaufen. Dass sie dafür — einigermaßen unislamisch — mit Narko-Geschäftsleuten kooperiert, für die sie ansonsten bestenfalls Verachtung übrig haben, stört in diesem Fall nicht. Natürlich betätigt sich die Hisbollah nicht selbst als Cannabis-Bauer oder -Händler, aber sie gewährt den entsprechenden Berufsgruppen in ihrem Einflussbereich Schutz, Waffen und Unterstützung. Dafür kassiert sie Gebühren, mit denen sie wiederum Waffen erwerben kann, um ihren Machteinfluss zu sichern; eine Art Perpetuum mobile. Auch der Cannabis-Handel mit dem bürgerkriegsgeplagten Syrien floriert derzeit prächtig. Die Bauern im Bekaa-Tal freut es, denn mit dem seit 2006 wieder aufgefrischten Anbau und Verkauf von Haschisch und Haschisch-Pulver verdienen sie erheblich mehr als mit Kartoffeln oder Möhren. Das ist auch nötig, denn traditionell ist das Bekaa-Tal das Armenhaus des Landes. Auch zahlreiche Flüchtlinge aus dem nahegelegenen Syrien profitieren vom erneuten Cannabis-Boom im Libanon, schließlich können sie während der Saison als Erntehelfer arbeiten. Weniger erfreut darüber sind die offiziellen Ordnungshüter des Landes, die immer wieder ausrücken müssen, um Hanffelder aufzuspüren und zu vernichten. Das geht freilich selten gut; in der Regel sehen sich die Polizisten mit bewaffneten Bauern konfrontiert, die in Dorfstärke ihren kostbaren Besitz verteidigen. Nun hat im Libanon wohl kaum einer etwas gegen den Haschisch-Konsum per se, denn die Libanesen sind insgesamt betrachtet tolerante Leute. Es geht jedoch darum, die ohnehin bereits waffenstarrende Hisbollah ein wenig an der Expansion zu hindern. Auch deswegen der große Aufwand mit Checkposten und Felder-Vernichtungen. Unser unfreiwilliger Halt an der Kontrolstation endet glücklicherweise nach wenigen Minuten. Wir dürfen wieder einsteigen, und unsere Fahrt in Richtung Beirut fortsetzen. Entspannung. Rückblende: Ein paar Tage zuvor bin ich in Baalbek unterwegs, um mir die berühmten Tempelruinen anzusehen und mal zu checken, wie sich die lokale Versorgungslage mit leckerem Harz gestaltet. Gleich am Eingang des Ortes, direkt vor meinem Hotel, stolpere ich über ein riesiges Gebüsch aus weiblichen Pflanzen, die da in einer Art städtischer Grünanlage wachsen. Es ist erst September, daher stehen die Schwestern gerade mal kurz vor dem Anfang ihrer Blüte. Doch bereits jetzt ist deren Potential auszumachen. „Das lässt sich ja gut an", denke ich, während ich wohl gelaunt in mein Zimmer einchecke. Am Nachmittag mache ich mich auf den kurzen Fußweg in den Basar von Baalbek, wo ich hoffe, erste Informationen zur Verfügbarkeit und Qualität lokaler Harzprodukte zu erhalten. Auf den ersten Blick wird deutlich, dass die Stadt, anders als die umliegenden Dörfer, nicht mit Geld sparen muss. Eine gepflegte Fußgänger-Passage, zahlreiche Boutiquen. Das liegt vor allem daran, dass Baalbek die Hisbollah- Hochburg des Libanon schlechthin ist. Es fließen Gelder aus dem Iran. Daneben dürfte jedoch auch der eine oder andere Narko-Dollar seinen Weg ins öffentliche Leben des vergleichsweise aufgeräumten Basars finden. Meine Suche gestaltet sich indes schwierig. Wer bereits einmal in den Städten des Rif-Gebirges unterwegs war, und gewöhnlich fast zum Kauf entsprechender Produkte genötigt wurde, der erlebt hier im Libanon sein blaues Wunder. Keine Straßendealer, die immer einige Gramm guter Qualität mit sich führen oder diese schnell besorgen können. Es wird klar: Infolge des niedrigen Touristenaufkommens, existiert hier auch keine Infrastruktur, die einen entsprechenden Straßenhandel vorsehen würde. Die Besucher der Tempelruinen sind größtenteils Gruppentouristen im gesetzten Alter, die als Kunden kaum zur Verfügung stehen. Die Ware geht schlichtweg en gros von den Feldern der Bauernfamilien an die Großhändler. Vor Ort verbleibt nur, was man für sich selbst (und einen gelegentlichen kleinen Nebenverdienst) benötigt. Man kennt und hilft einander, wenn Bedarf besteht. Nach Stunden des Herumhängens gelingt es mir, in einem Teehaus einen Mann in den Dreißigern kennenzulernen. Bei mehreren Tees kommen wir ins Gespräch, und er berichtet, dass gerade zwei Tage zuvor in der Nähe Baalbeks eine größere Gras-Vernichtungsaktion der Polizei stattgefunden habe. Daher sei es momentan auch schwierig, eine Bauernfamilie auf ihren Feldern zu besuchen. Zu groß sei die Angst um den Verlust des Einkommens. Das kann man irgendwie verstehen. So sitzen wir da und unterhalten uns — über die Zukunft des Libanon, die Situation im Nahen Osten und die Renaissance des Roten Libanesen, der auf den Weltmärkten nun wieder häufiger gehandelt wird. Ich erfahre, dass die rote Farbe des hier geernteten Haschischs auf den langen Verbleib der Pflanzen auf den Feldern zurückzuführen ist und keinesfalls, wie oft behauptet, auf Verunreinigungen mit rotem Sand. Das vergleichsweise trockene Klima des Bekaa-Tals macht die späte Ernte möglich, ohne, dass die reifen Buds schimmeln würden. Irgendwann ruft mein Gesprächspartner einen jungen Mann zu uns an den Tisch und raunt ihm einige Worte zu. Dann verschwindet der Junge. Minuten später wird mir klar, was gerade eben geschehen ist und wie das Spiel hier läuft. Der junge Mann kehrt zurück und übergibt meinem Gesprächspartner diskret ein kleines Piece. Ein älterer Mann am Nachbartisch lächelt wissend. Ob ich das Piece haben möchte, fragt mein Gesprächspartner. Ich bejahe und frage naiv nach dem Preis für die geschätzten fünf Gramm, die da zwischen Teetasse und Zigarettenschachtel liegen. Fast beleidigt erwidert er: „Das ist ein Geschenk an dich." Ich revanchiere mich mit weiteren Tees, und so quatschen wir bis in den Abend hinein. Am Ende verlasse ich mit ein paar Gramm Rotem von bester Qualität das Café. Das Dope ist weich, fast tiefrot, und es duftet aromatisch. Die Wirkung liegt irgendwo zwischen High und angenehm entspannend. „Ja", denke ich, während ich mich in der lauen Abendluft meiner neuen Errungenschaft widme, „genau wie der Libanon; sonnenverwöhnt, anregend anders und zugleich anheimelnd vertraut — Alhamdullillah!"

Christkindlmärkte in Tirol

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Goldenes Dachl Der Advent in Tirol und die Christkindlmärkte in Innsbruck Der Advent in Tirol und Tirol im Advent sind zweifelsohne etwas Wunderschönes und ganz Besonderes. Das Tiroler Volk hält auch zur Adventszeit seine Bräuche und Traditionen groß, lebt sie und freut sich, diese mit Besuchern teilen zu können. Aus diesem Grund ist es immer wieder ein sensationelles Erlebnis, in der vorweihnachtlichen Zeit stimmungsvolle Stunden auf einem Tiroler Christkindlmarkt zu verbringen.

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Wer zu dieser Zeit seinen Urlaub im schönen Innsbruck oder in dessen Umgebung verbringt, dem kann ein Besuch eines oder mehrerer der im Folgenden vorgestellten Weihnachtsmärkte empfohlen werden. All diese sind geprüft auf deren Qualität hinsichtlich Kriterien wie Sauberkeit, Ambiente, Abwechslung in der Programmgestaltung, ohne dabei aber ihrer sympathischen Individualität und ihrer liebenswürdigen Eigenheiten beraubt zu werden.

Der traditionelle Adventmarkt in der Altstadt (15. November bis 23. Dezember – täglich von 11.00 bis 21.00 Uhr, Handel bis 20.00 Uhr geöffnet)

Unmittelbar vor dem berühmten Goldenen Dachl und umgeben von den Häusern mit mittelalterlichen Fassaden reihen sich vor dem prächtigen Weihnachtsbaum 70 Verkaufsstände aneinander. Bei einem heißen Glühwein oder Punsch kann man sich von innen erwärmen lassen und das Angebot bestehend aus einer Mischung aus Christbaumschmuck, edlem Kunsthandwerk, schönen und lustigen Souvenirs, Wollwaren und diversen Kuriositäten bewundern. Besonderheiten sind beispielsweise die Aussichtsplattform, über die man das Getümmel im Weihnachtszauber über den Dächern der hübschen Hütten bewundern kann. Auch die Turmbläser, die ihre weihnachtlichen Klänge vom Balkon des Goldenen Dachls über die Köpfe der Menge erklingen lassen, sollten Sie sich keineswegs entgehen lassen. Die naheliegende Märchengasse (in der Kiebachgasse) schenkt diesem Christkindlmarkt Tirol v. a. für Kinder einen ganz besonderen Charme. So blicken hier doch zahlreich bekannte Märchenfiguren von Erkern, Dächern, Giebeln und Häuserfronten auf die großen und kleinen Besucher dieser Gasse herunter.

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Der familiäre Weihnachtsmarkt am Marktplatz (15. November bis 23. Dezember – täglich von 11.00 bis 21.00 Uhr, Handel bis 22.30 Uhr geöffnet)

Für Familien wohl am attraktivsten und am besten geeignet ist der Weihnachtsmarkt am Marktplatz. Unmittelbar am Inn siedelt sich hier zur Adventzeit ein idyllischer kleines Tiroler Dorf mit einem imposanten, 14 Meter hohen Baum an, welcher im Glanz von Swarovskikristallen erstrahlt. Das vielfältige Unterhaltungsprogramm ist speziell auf die Interessen der Kinder zugeschnittenen. Angebote wie das beliebte Ponyreiten, der begehrte Streichelzoo, das lustige Kasperltheater oder die besinnliche Märchenstunde erfreuen groß wie klein. Das Karussell bezaubert mit seinem nostalgischen Charme und den liebevoll geschnitzten Ringelspielfiguren und verführt Kinder dazu, auf ihm Runden zu drehen. Mit einer gelungenen Mischung aus Gastronomie und unterschiedlichsten weihnachtlichen Produkten decken die 60 Marktstände auch die letzten noch unerfüllten Wünsche und Bedürfnisse der Kinder und ihrer Eltern.

Der moderne Adventmarkt in der Maria-Theresien-Straße (25. November bis 06. Jänner – täglich von 11.00 bis 21.00 Uhr, Handel bis 20.00 Uhr geöffnet) (24. Dezember von 11.00 bis 15.00 Uhr geöffnet, 25. Dezember geschlossen!)

In der Innsbrucker Prachtstraße erwartet einen ein Christkindlmarkt mit einem Meer aus Licht, Glas und Kristall. Die Maria-Theresien-Straße ist gesäumt mit von Lichterketten schimmernden Christbäumchen. Ein imposanter Bergkristall scheint mit wachsamem Auge auf diesem Christkindlmarkt Tirol und insbesondere dessen Hauptstadt Innsbruck zu überstrahlen. Mit adventlicher Kulinarik und kreativen wie spannenden Produkten hat dieser Markt selbst bis in den Jänner hinein vielerlei zu bieten.

Der romantische, kunstvolle Christkindlmarkt in Wilten (23. November bis 20. Dezember – Mo bis Fr von 16.00 bis 20.00 Uhr, Sa von 14.00 bis 20.00 Uhr geöffnet)

Dieser Weihnachtsmarkt am Wiltener Platzl hebt sich als besonders gemütlich, stimmungsvoll, romantisch und beschaulich hervor. Hier weiß man die Besucher mit sardischen Spezialitäten, Bio-Glühwein, echtem, hochwertigem Handwerk, aber auch mit kleinen, kurzen Konzerteinlagen von kulturellem Wert zu überzeugen. Das spaßige Kasperletheater macht den Besuch dieses Marktes zu einem runden und besinnlichen Erlebnis für die ganze Familie.

Der besinnliche Geheimtipp St. Nikolaus (27. November bis 23. Dezember – täglich von 16.00 bis 21.00 Uhr geöffnet)

Ruhig, gemütlich und friedlich zeigt sich der Markt am Hans-Brenner-Platz an der Innstraße als gewiss einer der schönsten und besinnlichsten Weihnachtsmärkte der Stadt. Bei traditionellen weihnachtlichen musikalischen Klängen und verführerisch duftenden, selbst gemachten Keksen schafft es die gesamte Familie zumindest für die Dauer ihres Marktbesuches, die hektische Vorweihnachtszeit und den anstrengenden Alltagstrubel hinter sich zu lassen und sich wie bei Oma fühlen.

Der Panorama-Adventmarkt auf der Hungerburg (20. November bis 20. Dezember – täglich von 13.00 bis 19.00 Uhr geöffnet)

Mit der Nordkettenbahn gelangt man unmittelbar von der Innenstadtstation Congress auf die Hungerburg und erhält so garantiert einen der atemberaubendsten Ausblicke über das winterliche Innsbruck. Der Adventmarkt jenseits allen Trubels bietet neben feinen Leckereien und Punsch und Glühwein zudem hübsche, weihnachtliche Accessoires und Geschenke wie auch liebevoll gefertigten Schmuck für Ihren Christbaum.

Lernen Sie durch Ihren Aufenthalt am Christkindlmarkt Tirol von einer seiner reizvollsten und authentischsten Seiten kennen.